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Kritiken

OUT OF THE DARKNach Hans Hoelzel. Theater Neumarkt, Zürich - Chorgasse.Fassung: Johann Kuithan.

ATTITUDE (P.S. Verlag, 11.12.2014)Souverän manövriert Regisseur Johann Kuithan den Schauspieler Maximilian Kraus durch ein Lebensgefühl des einzigen österreichischen Superstar der Neuzeit: Hans Hölzel alias Falco wird in "Out Of The Dark" regelrecht greifbar. Statt fürchterlicher Mode zu schrecklicher Musik erwartet einen in der Chorgasse des Theaters Neumarkt ein kluger Abend mit raffiniertem Schauspiel, das situativ auf das anwesende Publikum eingeht und damit den Live-Charakter von Theater unterstreicht. Der Unsympath von damals mit der Tendenz, sich selber in Genialität, Wirkung und Deutungsmacht zu überhöhen, erhält hier nicht etwa plötzlich sympathische Züge, aber dem Tanz auf dem Grat zwischen Tragik und Komik verleiht das Spiel von Maximilian Kraus den grösstmöglichen Genussfaktor. Die Nachrichten im leeren Fernseher berichten vom frühen drogen- und unfallbedingten Tod von Weltstars wie Elvis Presley, James Dean und Amy Winehouse. Die Verbindung zum Unfalltod von Falco zieht das Publikum von selbst, genauso wie es die Melodien zu seinen nur in den Reimen gesprochenen Hits augenblicklich im inneren Ohr hört. Der Entscheid der Regie, auf die Musik von Falco zu verzichten, wie seine Vita einem Wikipedia-Eintrag entlang chronologisch wiederzugeben, entpuppt sich als ausserordentlich klug. Denn so kann mittels Zitaten im Originalton, einer nervös-affektuierten Ich-bin-der-Grösste-Körpersprache und einer auf (günstige aber in der Wirkung effektive) Showeffekte zielende Unterhaltung in der zeitgemässen Form des angesagten Stehevents (nicht bis zum Schluss;-), ein Lebens- und Zeitgeistgefühl transportiert werden. Und zwar so, dass es weder anbiedert noch richtig peinlich wird, sondern ganz im Gegenteil köstlich amüsiert und zu ausnehmend viel elächter führt. Selbst wenn die Selbstwahrnehmung Falcos mit einer gewissen Ironie unterwandert wird, also nicht das Bild des unantastbaren Helden zurückbleibt, das Vorbild hätte sich hier bestimmt wieder erkannt.Von Thierry FrochauxMit Falco im Hobbykeller (Tages Anzeiger, 02.12.14)Im Theaterstück «Out of the Dark» aufersteht der österreichische Popstar, der sich selbst gerne als Poet sah.Zürich, Theater Neumarkt Chorgasse – «Muss ich denn sterben, um zu leben?», fragt Falco alias Johann Hölzel im Song «Out of the Dark». Als seine Frage die Menge erreicht, ist der Österreicher bereits tot. Im Februar 1998 kollidierte sein Geländewagen nahe Puerto Plata in der Dominikanischen Republik mit einem Bus. Das Licht ging für immer aus.Regisseur Johann Kuithan gibt nun eine Antwort auf Falcos Frage und erweckt ihn in der Chorgasse zu neuem Leben. Der Wiedergänger kommt aus der Dunkelheit einer Tiefkühltruhe in eine Art hell erleuchteten Hobbykeller, in dem weisse Tücher als Staubschutz über dem Mobiliar hängen. 16 Jahre war Falco weg. Jetzt ist er zurück und führt in einer einstündigen Performance, angereichert mit kurzweiligen, mal mehr, mal minder nachvollziehbaren Intermezzi, durch sein Leben. «Out of the Dark» basiert wie Kuithans Arbeit über den Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann auf Originalzitaten. Zu denen steuert der deutsche Schauspieler Maximilian Kraus mit zurückgestrichenem Haar und Sonnenbrille den Aufschneider, den politischen Künstler, den pseudophilosophischen Popstar bei. In manieriertem Österreichisch erzählt er von der Vorfreude auf die Tochter Katharina, von den machohaften Vorstellungen in Sachen Betreuung und vom vermeintlichen Glück, nicht der leibliche Vater zu sein. Er gibt den einsamen Muttersohn, der bald nicht mehr nur Sekt trinkt, sondern seine Kohle in Koks verwandelt. Kraus spielt den schüchternen Jungen und die alternde Diva, die ehrfurchtsvoll Songtexte eines Musikers vorträgt. Ein hübscher Abend um den Charismatiker, der sich selbst als Poet sah. Von Isabel Hemmel

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