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Kritiken

Die Passion des Josef A.Nach Texten von Josef und Andreas Ackermann. Theater Neumarkt, Zürich - Chorgasse.Fassung: Johann Kuithan.

Zitate von Josef Ackermann als gepfefferte Karikatur (Tagesanzeiger, Kurz & kritisch im Juni)Zürich, Chorgasse – «Als ich zur Deutschen Bank kam, hatte ich 2 Millionen Mark. Wenn ich heute so ein Gehalt hätte, würde ich jeden Respekt verlieren.» Darum bekommt Josef Ackermann zum Zeitpunkt dieser Aussage, im Mai 2007, auch rund 14 Millionen Euro: Nicht, dass er eine solche Summe brauchen würde bei seinem, wie er sagt, bescheidenen Lebensstil – aber weniger wäre einfach peinlich.Der 33-jährige deutsche Regisseur Johann Kuithan hat Perlen aus der Laufbahn des Ex-Chefs der Deutschen Bank gesammelt und 2013 zu einer knapp einstündigen Performance mit Pepp aufgereiht, die jetzt im Theater am Neumarkt gastiert. Eigentlich bloss als Ersatz für einen anderen Monolog-Abend gedacht, der verschoben werden musste, erweist sich «Die Passion des Josef Ackermann» als vollwertiger, witziger Bestandteil des Programms, das sich derzeit mit dem Markt, seiner Macht und seiner Misere auseinandersetzt.Da sehen wir einen Bank-Boss mit neoliberalen Floskeln herumlavieren und Moral predigen, sehen ihn teilen mit seinem Publikum und doch das grösste Stück des Kuchens für sich behalten, sehen ihn fallen wie Jesus und wieder aufstehen, für immer gefangen in seinem Selbstbild vom menschenfreundlichen St.Galler Landarztsohn.Für diese völlig auf Originalzitaten fussende Karikatur mit Pfeffer, aber nicht ohne Substanz ist der junge Zürcher Matthias Hungerbühler die ideale Besetzung. Das ist Kabarett klar überm Kalauer-Niveau, wie er im Laufe der «Passion» ungerührt ein weisses Hemd nach dem andern überzieht und so das nicht ganz so reine Herz gegen die Zumutungen der Welt auspolstert; wie er aalglatt die Arschkälte eines Systems verkörpert, das, frei nach Matthäus, denen gibt, die schon haben, und denen nimmt, die nicht haben. Natürlich bleibt diese Passion aus der Welt der Wirtschaft im Grunde weitgehend überraschungsfrei. Dass wir trotzdem immer wieder zusammenzucken, verdankt sich der zugespitzten Zusammenstellung der O-Töne und der bissigen Darstellung. (Alexandra Kedves)Zum Artikel

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